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International FoodNetCenter der Exzellenzuniversität Bonn baut den One Health-Bereich weiter aus

Seit 2011 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fakultätsübergreifend an Mensch-Tier-Umwelt-Interaktionen. Einen besonderen Schwerpunkt nimmt dabei das Thema Antibiotikaresistenzen bei Mensch und Tier ein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 2016 das Verbundprojekt „HyReKa“ – die Abkürzung steht für biologische bzw. hygienisch-medizinische Relevanz und Kontrolle Antibiotika-resistenter Krankheitserreger in klinischen, landwirtschaftlichen und kommunalen Abwässern und deren Bedeutung in Rohwässern. Daran beteiligt sind auch die drei Nachwuchswissenschaftlerinnen Prof. Dr. ing. Judith Kreyenschmidt, Dr. agr. PD Julia Steinhoff-Wagner – beide aus dem Institut für Tierwissenschaften – und Dr. med. Dr. agr. Ricarda Schmithausen – vom Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Uniklinikums Bonn – die durch die Förderung ihre Arbeitsgruppen aufstocken und gemeinsam neue Laborkapazitäten schaffen konnten. Bundesweit gehört das weibliche Trio zu einer der wenigen Gruppen, die nicht nur im erkenntnismäßigen Sinne forschen, sondern gleichzeitig Handlungskonzepte entwickeln. Dies hat ihnen auch internationale Anerkennung eingebracht. Die Forschergruppe von Frau Dr. Steinhoff-Wagner konzentriert sich dabei auf Maßnahmen im Tiergesundheitsmanagement, um den Antibiotikaeinsatz in der Tierproduktion wirksam zu reduzieren. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Kreyenschmidt als Lebensmitteltechnologin legt ihren Fokus auf Modelle zur Risikobewertung von Antibiotikarückständen und resistenten Mikroorganismen in Abwässern von Schlachthöfen und weiteren lebensmittelverarbeitenden Betrieben. Frau Dr. Dr. Schmithausen als Humanmedizinerin und Fachärztin für Labormedizin leitet ein neu eingerichtetes One Health Labor, das bereits von mehreren Bundesländern als Referenzlabor für resistente Bakterien aus der Umwelt akkreditiert worden ist. Die drei Wissenschaftlerinnen beteiligen sich auch am neu eingerichteten Global Health Studiengang.  Sie hoffen, dass sie ihren Vorsprung in der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit auch zukünftig, unterstützt durch zusätzliche Möglichkeiten im Rahmen des Exzellenz-Status der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn, ausbauen können. 

 

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