One Two
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Blattverpackungen in Benin

Blattverpackungen in Benin

Blattverpackungen in Benin

In Benin werden Blattverpackungen aus Bananenblätter zum Befüllen in Form gebracht. (C) Barbara Götz

Plastikverpackungen sind mittlerweile weltweit verbreitet und werden auch in Entwicklungsländern zunehmend genutzt. Da Benin zu einem der ärmsten Ländern der Welt gehört, in dem immer noch über 1 Mio. Menschen unterernährt sind, ist der Schutz und Erhalt von Lebensmitteln durch Verpackungen besonders wichtig. In Ländern in Südamerika, Sub-Sahara Afrika und Asien, in denen eine Verpackungsindustrie lange fehlte, wurden empfindliche und gekochte Lebensmittel früher traditionell in Blättern verpackt. Auch heutzutage wird diese Methode teilweise noch genutzt. In Benin z.B. werden viele Produkte wie Mais- und Cassavapasten portioniert in Blätter verpackt oder sogar darin gekocht um einen spezifischen Geschmack zu erhalten. Diese alten Techniken werden zunehmend durch Plastikverpackungen verdrängt. Die übermäßige Nutzung von Plastik als Verpackungsmaterial kann jedoch gerade in Ländern wie Benin, die keine Abfallwirtschaft besitzen, zu starker Umweltverschmutzung führen. Die Einlagerung von Verpackungsplastik und die darin enthaltenen Chemikalien, Schwermetallen und Farben in Boden und Gewässer, kann über die Zeit in den Kreislauf der Lebensmittelproduktion zurück gelangen und zu Gesundheitsproblemen bei Tier und Mensch führen. Deswegen ist es wichtig alte Techniken der Blattverpackungen zu bewahren und ggf. durch neue Technologien zu optimieren. Dies ist ein Ansatzpunkt des Projektes WALF-Pack der Arbeitsgruppe Kühlkettenmanagement unter der Leitung von Prof. Dr. Judith Kreyenschmidt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, um die Haltbarkeit von leicht verderblichen Lebensmitteln zu verlängern.

Artikelaktionen